Ein dicker Hund

Antennen für WLAN’s auf 2.4 GHz gibt es zuhauf. Wer mit einer selbst gebauten Büchsenantenne nicht zufrieden ist, der bekommt auf Ebay für eine Handvoll Dollar einen tollen Richtstrahler und jede Menge Gewinnversprechen. Im wesentlichen werden zwei Typen angepriesen: Parabolischer Gitterreflektoren und Yagis. Was bei den Yagiantennen aus China auffällt, ist der grosse Elementdurchmesser im Verhältnis zur Länge der Elemente. Sie sind quasi das Gegenteil zu den dünnen Edelstahlstäbchen der Flexa-Yagis. Doch wieso? Wegen der hohen Frequenzen? Und was ist besser: dünn oder dick?

Wie so oft lautet die Antwort: “Das kommt darauf an?”

Flexa-Yagis sind mit ihren dünnen Elementen unauffällig, leicht und bieten wenig Windlast. Doch dünn hat auch Nachteile: Wegen des Skineffekts fliessen die HF-Ströme nur auf der Oberfläche. Im Mikrowellenbereich bei 2.4 GHz beträgt die Eindringtiefe noch etwa einen Mikrometer. Und da in den Direktoren und Reflektoren einer Yagi auch (induzierte) Ströme fliessen, bedeutet das bei dünneren Elementen höhere Verluste. Zudem sind die “dünnen” Yagis viel anfälliger gegen den Feuchtigkeitsfilm bei regnerischem Wetter. Einige schmalbandige Yagis werden sogar so stark verstimmt, dass sie nicht mehr zu gebrauchen sind. Den Dickhäutern macht Regen viel weniger aus. Ausserdem sind sie breitbandiger und erlauben höhere Fertigungstoleranzen.

Diese letzten beide Punkte dürften die Gründe dafür sein, dass die Chinesen-Yagis so dicke Elemente besitzen.

Wie dem auch sei, ich habe vergangene Woche einen “Dickhäuter” für das 23cm gebaut. Eine kurze Yagi von einem Meter Länge, berechnet mit dem Programm von VK5DJ  nach DL6WU. Genaue Gewinnmessungen kann ich zwar nicht machen. Aber im Vergleich zu meinen anderen (unter anderen gekauften) Yagis schlug sie sich gut. Im folgenden Bild ist die Einspeisung zu sehen mit einer Umwegleitung aus UT-141 zur Impedanzanpassung.

73 de Anton

Bild: seltsame Gestalten bewegen sich im Haus Schloss des Operateurs

OAM, die Antennenpolarisation von Raumschiff Enterprise?

Orbital Angular Momentum, OAM,  heisst eine neue Polarisationsart, die zuerst im Bereich des Lichts entdeckt wurde und mit der jetzt auch Funkversuche gemacht werden. Sie ermöglicht angeblich eine Mehrfachnutzung der gleichen Frequenz. Bis zu 100 Sender könnten die gleiche Frequenz benutzen, ohne einander zu stören, glauben Forscher, die sich mit OAM befassen.

Bisher kannte man die lineare Polarisation (horizontal, vertikal) und die zirkulare Polarisation (links oder rechtsdrehend). Bei OAM jedoch, drehen sich die Funkwellen wie in einem Tornado, stark vereinfacht ausgedrückt. Wird die Winkelgeschwindigkeit des Vortex beim Empfang berücksichtigt, können damit angeblich Signale getrennt werden, die auf der gleichen Frequenz senden.

Erzeugt wird OAM, indem die Antenne während der Sendung in Umdrehung versetzt wird. Was vernünftigerweise elektronisch geschieht.

Ja, ich weiss, das tönt alles ein wenig wie Raumschiff Enterprise. Und wenn man die Bilder sieht, die anlässlich eines Versuchs gemacht wurden, der ein italienischer Professor in Venedig durchgeführt hat, wird dieser Eindruck noch verstärkt. Andererseits stösst man auf Seiten wie diese, die einen seriösen Eindruck machen. Ausserdem sind wir noch weit vom 1. April entfernt.

Hier ist ein Blog, das sich intensiv mit OAM befasst.

Vielleicht ist der Tag nicht mehr fern, an dem uns nach EH, Roomcap und Ofenrohrantenne eine neue Wunderantenne präsentiert wird, ein OAM-Beam :-)

73 de Anton

Bild: Niederhorn im Berner Oberland. Der Berg im Hintergrund ist der Niesen. Beides sind Relais-Standorte.

Funken ohne Antenne

Was noch als Amateurfunk bezeichnet werden darf und was nicht, darüber scheiden sich die Geister. Für einige ist bereits Echolink kein Amateurfunk mehr. Andere sehen das nicht so eng und “funken” mit Hamsphere rund um den Globus. Oder mit dem Konkurrenzprodukt CQ100. Lustig ist dabei, dass die beiden Systeme nicht untereinander kommunizieren können. Hamsphere und CQ100 leben quasi auf verschiedenen Planeten :-)

Glücklicherweise können sie auch nicht mit Funkern in den wirklichen Bändern in Verbindung treten. Aber vielleicht kommt das ja noch.

Ich habe nichts gegen virtuelles Funken. Das schafft Platz auf den echten Bändern. Aber ich würde nie behaupten, dass ich fliege, wenn ich am Flugsimulator sitze. Beide Systeme sind nichts anderes als Funksimulationen.

Heute hatte ich ein QSO mit F8ZW in Strasbourg auf 23cm in SSB, 200km quer über die Juraberge und Hügel hinweg. Von Antenne zu Antenne. Solche QSO’s möchte ich um nichts in der Welt missen. Sie sind durch keine Simulation zu ersetzen.

73 de Anton

Bild: Die Nordwand des Eigers. Interessantes Detail: Die Jungfraubahn führt im Innern dieser Felswand auf das Jungfrau hoch. Mitten in der Wand befindet sich eine Haltestelle mit Aussichtsfenstern.

Aller guten Dinge sind drei

Neben D-Star und P25 gibt es noch ein weiteres System zur digitalen Sprachübertragung (DV*), welches auf den VHF/UHF-Amateurfunkbändern eingesetzt wird. Es heisst MotoTRBO, bzw. DMR und wurde von Motorola entwickelt. In der Tat verfügen die Funkamateure unter den Mitarbeitern von Motorola über eine Reihe von Relaisstationen in Deutschland und den USA, die untereinander übers Internet verbunden sind. Zum Beispiel auf dem Grossen Feldberg im Schwarzwald Taunus. Die verwendeten Funkgeräte sind natürlich von Motorola, da es noch keine Amateurfunkgeräte für diesen Standard gibt. DMR/MotoTRBO hat zwei entscheidende Vorteile gegenüber ICOM’s D-Star, und die liegen im Modulationsverfahren TDMS. Dank diesem “Zeitschlitz-Verfahren” können auf dem gleichen Kanal (12.5kHz) gleichzeitig zwei Gespräche über die gleiche Relaisstation geführt werden. Und da die Geräte nicht dauernd Vollstrich fahren, sondern in Zeitschlitzen senden, brauchen sie weniger Strom. Das ermöglicht Handfunkgeräten eine 40% längere Betriebszeit mit dem gleichen Akku.

All die digitalen Modulationsverfahren haben einen wichtigen Vorteil gegenüber herkömmlicher FM: Die Empfangsqualität ist bis zur Empfindlichkeitsgrenze ausgezeichnet und praktisch rauschfrei. Wenn FM-Signale stark verrauscht ankommen und eine Verständigung ermüdend ist, bleibt das DV-Signal klar und deutlich. Erst auf den letzten zwei dB ist das FM-Signal der digitalen Modulationsart überlegen. Während DV schlagartig abreisst und der Empfänger stumm bleibt, können bei FM die Worte dank den Fähigkeiten des menschlichen Ohres noch aus dem Rauschen “gegrübelt” werden. Aber schliesslich sind weder FM noch DV Betriebsarten für schwache Signale. Da hat SSB eindeutig die Nase vorn. Sowohl FM wie auch DV leiden übrigens unter Mehrwegausbreitung. Bei FM führt das zu Verzerrungen, bei DV zu Alien-Sprache, hi.

Wir sind aber noch weit entfernt, alle auf DV umzusteigen. Dazu müssten sich die Hersteller auf einen gemeinsamen Standard einigen und einen Codec benutzen der offen und Lizenzfrei ist. Im Codec, der sowohl in Hardware (ein Chip) wie auch als Software vorliegen kann, wird die Art der Sprachverschlüsselung festgelegt.

Bei D-Star, das übrigens von ICOM patentiert wurde, ist der Codec (Hardwarelösung) trotz aller Beteuerungen nicht offen und frei. Das ist auch ein Grund warum D-Star in Frankreich illegal ist. DMR hingegen, das vom europäischen ETSI entwickelt wurde, ist lizenzfrei.

Wie wir sehen, ist das Rennen also durchaus noch offen.

73 de Anton

Bild: Eiger, Mönch und Jungfrau (von links nach rechts) von meinem QTH aus. Im Joch zwischen Mönch und Jungfrau ist das Observatorium auf der Sphinx zu erkennen (23cm Relais, 70cm Bake)

* DV = Digital Voice

YAESU Digital

Auch Nordamerika hat sein digitales Bündelfunkprojekt für BOS Dienste, wie TETRA in Europa. Dort heisst es Project 25 oder kurz P25. Selbstverständlich ist es nicht TETRA-kompatibel. Motorola ist natürlich auch dabei, und jetzt kommt der Clou: Bekanntlich wurde ja Vertex (Yaesu) von Motorola geschluckt, und was sah man an der Hamfair in Tokio Ende August? Ihr habt’s erraten: Ein Dualbandhandy mit Digital Voice im P25 Standard. Es scheint, dass da nach D-Star noch ein weiteres Digitalsystem auf uns zukommt. Und natürlich sind die beiden nicht kompatibel. Das kann ja heiter werden!

73 de Anton

Bild: Bahnhof in Ystad, Schweden

Der Kurzwellen-Rundfunk verliert weiter an Boden

Nach der BBC bleibt auch die Voice of America, VOA, von Sparzwängen nicht verschont, wie der neue Direktor David Ensor in einem Interview mit NPR sagte. Nächsten Monat sollen die Kurzwellensendungen nach China in Mandarin und Kantonesisch eingestellt werden. Die Kurzwelle sei in China nicht mehr populär, die VOA wolle deshalb anstelle der Kurzwelle Satellitenfernsehen und die neuen Medien wie Facebook und Twitter nutzen. Nur noch in Afrika und Nordkorea könnten mit der Kurzwelle noch viele Menschen angesprochen werden. David Ensor erwartet deshalb weitere Einschnitte beim Kurzwellendienst der VOA.

73 de Anton

Bild: Peter, HB9CCZ, schiesst Fotos für seine Bornholm-QSL.

Wir bohren ein grosses Loch in unser neues Gerät

Das macht Spass, dient aber auch einem guten Zweck. Ich spreche vom IC-910H:

Im Normalfall kann man den Referenzoszillator einfach nachgleichen, indem man den Bodendeckel abschraubt und mit dem Abgleichbesteck durch ein Loch in der Abdeckung der PLL-Platine den Trimmer des Oszi verstellt. Das geht rasch und schmerzlos. Hat man jedoch den Quarzofen eingebaut, den CR-293, befindet sich das Abgleichloch am falschen Ort und man muss die Abschirmung der PLL-Unit losschrauben. Doch das geht nur, wenn man vorgängig die 23cm Unit demontiert und eine eventuelle DSP. Darum ist ein Zusatzloch ganz praktisch. Wie ihr sehen könnt, bin ich jedoch kein Meister im Löcher bohren:

Dafür bohre ich grössere Löcher :-)

Wenn die Kiste schon mal offen ist, wäre es schade, nicht zu profitieren. Also wird flugs noch der Frequenzbereich des Empfängers erweitert. Den Sender lassen wir aber lieber in seinen Grenzen. Old Man will ja der Polizei nicht dreinreden. Hinter der Frontplatte, von vorne gesehen rechts oben, befinden sich eine Reihe Dioden:

Mit einer feinen, heissen (RoHS!) Lötspitze werden die Dioden 5,6 und 7 einseitig ausgelötet und gelupft. Und schon empfängt man von 136 – 174 MHz, von 420 – 480 MHz und von 1240 – 1320 MHz. Ein Reset des Gerätes ist nicht notwendig.

Happy modification. 73 de Anton

Je komplizierter, desto besser?

Es sieht ganz so aus, als würde uns finanzmässig ein heisser Herbst bevorstehen. “Gott schütze meine Bank” hat heute ein Spassvogel in einem Forum geschrieben.

Ganze andere “Spassvögel” waren vermutlich am Werk, als letztes Wochenende in Dortmund das DAB+ Radio abgeschaltet wurde. Es störte nämlich den Polizeifunk. Uns Funkamateure wundert das nicht. Denn der Polizeifunk sitzt gerade neben dem Frequenzbereich des DAB. Da braucht es nur etwas Power und wenig übersteuerungsfeste Handfunken und schon ist der Ofen aus. Polizei 168-174 MHz, DAB 174-230 MHz. Allerdings müssen die Frequenzwahl sehr ungünstig, die DAB-Leistung hoch, der Antennenstandort fraglich und die Polizeihandys grottenschlecht sein, damit man das Radio abschalten muss um die Polizei beim Funken nicht zu stören. Da waren wohl “Experten” am Werk.

Mit der Einführung des digitalen Polizeifunks (TETRA) werde das nicht mehr vorkommen, liest man in den Zeitungen. Vom Frequenzbereich her mag das stimmen, denn der TETRA-Bündelfunk liegt im unteren UHF-Bereich, unterhalb unseres 70cm-Bandes.

Bei diesen digitalen Funksystemen weiss der Benutzer nicht mehr, auf welcher Frequenz er funkt, diese wird ihm automatisch und dynamisch von der Leitstation zugewiesen, welche die entsprechende Funkzelle kontrolliert. Am besten erkläre ich das an einem Beispiel: Stellt euch vor, ihr hättet nur noch eine Handfunke und diese hätte nur vier Bedienungselemente. Einen Einschaltknopf, einen Lautstärkeregler einen CQ-Knopf und eine Tastatur. Wenn ihr CQ rufen wollt, drückt ihr den Knopf, wenn ihr eine bestimmte Station anrufen wollt, tippt ihr das Rufzeichen in die Tastatur. Wenn ihr CQ-Rufe hören wollt, drückt ihr CQ und wählt die Region auf der Tastatur. Euer Transceiver ist mit einer Leitstation in der Nähe verbunden, wo all die grossen Kisten und die schönen Antennen stehen, die euer Nachbar oder eure XYL nicht wollen, weil sie Kopfweh machen. Diese vollautomatische Station wählt für euch die passenden Frequenzen, Betriebsarten, Antennen etc. Wenn die Leitstation euch nicht empfangen kann, weil ihr im Weinkeller seid oder gerade alle Frequenzen voll sind, ertönt ein Besetztzeichen. Aber wieso es mal nicht klappt, da habt ihr keinen Schimmer. Das ganze System ist eine riesige Blackbox, die nur ein paar Cracks von der IT verstehen.

Das mit den grossen Kisten und schönen Antennen ist natürlich nur eine Illusion und ich habe sie ins Spiel gebracht, um den schönen Schein zu wahren. In Wirklichkeit verbindet euch die Leitstation mit anderen Leitstationen übers Internet. So wie bei D-Star.

Übrigens bekommt auch die Schweiz ihr Bündelfunksystem. Das heisst aber nicht TETRA, sondern POLYCOM und ist eine nicht kompatible Extrawurst, weil es nicht auf dem Standard TETRA sondern auf dem Standard TETRAPOL basiert. Soviel zur allgemeinen Verwirrung.

Sind damit alle Probleme gelöst? Im Prinzip ja, würde Radio Eriwan sagen. Doch wenn ein solches System mal abliegt, dann gute Nacht. Dann wird man die Dienste der Funkamateure mit Handkuss nehmen, sofern die dann noch zu funken wissen.

Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: So ein TETRAPOL-Handy kostet ca. 40 mal mehr als ein Baofeng :-)

73 de Anton

Bilder: Ein Fasan und sein Huhn spazieren vor unserem Shack auf der Insel Bornholm

Der letzte Mohikaner

Nachdem unsere Rundfunksender auf Mittelwelle abgeschaltet oder den Russen vermietet wurden (Monte Ceneri), ist nun die Langwelle an der Reihe. 1966 wurde in Prangins am Genfersee der Zeitzeichensender HBG auf 75 kHz in Betrieb genommen. Mit 20 KW und einer T-Antenne. Ende dieses Jahres wird er nun ausgeschaltet. Die beiden Masten sind altersschwach und werden vermutlich  gesprengt.  Sie sind 125m hoch und stehen 230m auseinander. Zwischen ihnen hängt die Antenne. Eine solche Antenne scheint uns mächtig gross, doch für die Wellenlänge von 4000m ist sie viel zu klein. Eine vergleichbare Antenne für unser 160m Band würde zwischen zwei 5m hohen Bohnenstecken* hängen, 9.3m voneinander entfernt. Angaben zur abgestrahlten Leistung, zum EIRP von HBG, habe ich leider keine gefunden. Doch 20kW werden es kaum sein. Trotzdem kann HBG in ganz Europa gehört werden.

Genutzt wurde der Zeitzeichensender, der von einem Caesium-Normal kontrolliert wird, immer weniger. Private Funkuhren empfangen auch hierzulande DCF77 auf 77.5 kHz.  Die paar Kirchturmuhren, die noch an HBG hängen, müssen bis Ende Jahr umstellen, sonst droht ihnen der GAU ;-)

Nebst vielem anderen, kommt also auch unsere exakte Zeit in Zukunft aus der EU.

HBG ist zwar der letzte Langwellensender der Schweiz, abgesehen von uns Funkamateuren, aber es gibt noch eine Reihe Mittelwellensender. Nämlich die sogenannten NDB (Non Directional Beacons) für den Flugfunk. Eine steht übrigens auch in Prangins, denn gerade neben HBG hat es einen kleinen Flugplatz. Er funkt auf 375 kHz und morst GLA für Gland. Ich kann ihn von meinem QTH aus den ganzen Tag über hören (Distanz 86km) Er benützt übrigens nicht die Masten von HBG, wie oft fälschlicherweise behauptet wird, sondern hat einen eigenen. Aber die NDB’s werden immer weniger. Bern hat noch drei Sender: Schupberg SHU 356.5 kHz, MUR auf 312 kHz (MUR steht für Muri, ein Vorort von Bern) und BER auf 335 kHz, der auf dem Flugplatz Belpmoos steht.  Fliegt man sie in dieser Reihenfolge an, so kann man den Flughafen von Bern nicht verfehlen – sie liegen auf der Anfluglinie. Dann sendet Grenchen GRE noch auf 326 kHz und Les Eplatures LPS im Jura auf 403 kHz. Das sind alle. Gebraucht werden sie kaum noch, die restlichen Baken sind Richtfunkfeuer auf VHF. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Sender abgeschaltet werden. Spektakuläre Masten gibt es aber keine zu sprengen, die NDB’s arbeiten mit kurzen Masten mit Dachkapazität, wie sie auch bei einem Funkamateur stehen könnten.

Auch in Deutschland sind die NDB’s am Aussterben. Hier die Liste der Funkfeuer in unserem nördlichen Nachbarland, und hier dasselbe für Österreich.

73 de Anton

Bild: Leuchtturmwächter, man beachte die Kasse! Dueodde, Bornholm.

*Rankhilfen für Nicht-Alemannen, hi

 

 

Neuer Plan für das Magic Band

Anlässlich des IARU Region 1 Meetings in Sun City, South Africa, wurde ein neuer Bandplan für das 6m Band vorgestellt. Er soll folgendermassern aussehen:

50000-50100 CW, mit einem Band für ein neuartiges Bakenprojekt:

50.000 – 010 für die Region 1, Synchronbaken

50.010 – 020 für die Region 2, Synchronbaken

50.020 – 030 für die Region 3, Synchronbaken

50.050 CW Anruffrequenz

50.090 CW Interkontinentale Anruffrequenz

50100 – 50200 SSB, CW international

50.100 – 130 Interkontinentaler Verkehr

50.110 Interkontinentale Anruffrequenz SSB

50.150 Internationales Aktivitätszentrum SSB

50200 – 50300 SSB, CW allgemein

50.285 Crossband

50300 – 50400 MGM

50305 PSK Aktivitätszentrum

50310 – 50320 EME

50320 – 50380 MS

50400 – 50500 Baken

50401 +/- 500 Hz WSPR Baken

50500 – 52000 All Mode

50510 SSTV

50540 – 50580 Internationale Sprach Gateways

50550 Spiegelfrequenz (?)

50560 RTTY

50620 – 50750 Digitale Modulationsarten

50630 DV (Digital Voice) Anruffrequenz

51250 – 51390 Relais FM/DV Eingabe, 20 kHz Kanalabstand

51410 – 51590 FM/DV Simplex, 20 kHz Kanalabstand

51510 Simplex Anruffrequenz

51810 – 51990 Relais Ausgabe

Damit kann ich persönlich leben, und interessanterweise entspricht dieser Bandplan im Grossen und Ganzen meinem Vorschlag, den ich bei der USKA eingereicht habe. Interessant ist auch, dass man von dem unseligen 12.5 kHz Raster weggekommen ist, das man dem 2m Band aufgedrückt hat. 20 kHz Kanalabstand sind ideal und erlauben einen vernünftigen Modulationsindex. Damit können die Vorteile der FM-Modulation voll wahrgenommen werden.

73 de Anton

Bilder von meinem heutigen Ausflug: Creux du Vent (1) (2) im Jura, eine Fahrstunde von meinem QTH. U.a. auch ein toller UKW Standort.